Brandschutz im Wahrzeichen Stuttgarts:
Minimax sichert Fernsehturm
Der Stuttgarter Fernsehturm ist der erste Fernsehturm der Welt und gilt auch heute noch als ästhetisches und architektonisches Meisterwerk. Der 1956 in Betrieb genommene Fernsehturm besteht aus einem Betonschornstein mit aufgesetzter Antenne und angehängtem Turmkorb. Der Stahlbetonschaft des Turms verjüngt sich von unten nach oben und ruht auf einem kegelförmigen, mit 3000 Tonnen Erde bedeckten Fundament. Der Veteran unter den Fernsehtürmen fand großes internationales Echo und löste eine globale Turmbauwelle aus.
Das 217 Meter hohe Bauwerk wird auch touristisch und gastronomisch genutzt – das „Theater über den Wolken“ und ein Panorama-Café finden im Turmkorb Platz. Um so wichtiger ist die Sicherheit des Turms.
Die Ebene, in der sich Büroräume, Theaterumkleiden, Toiletten und die Lüftungszentrale befinden, erhielt im Zuge der Ausbauarbeiten einen umfassenden, neuen Sprinklerschutz. Im Theatergeschoss wiederum wurde das gesamte, bereits bestehende Rohrnetz inklusive der Sprinkler angehoben, um die Durchgangshöhe zu vergrößern. Die um die Turmaußenseite führende Ringleitung aus einem 2"-Gewinderohr wurde durch spezielle Fittings (15°- und 30°-Winkel) auf den Punkt genau geschlossen. Die davon abgehenden Strangrohrleitungen DN 32 versorgen im Durchschnitt zwei Sprinkler mit Löschwasser und sind in Richtung Turmmitte verlegt. Gehaltert wird aus statischen Gründen an den Betonrippen der einzelnen Geschossplatten.
Einzigartig ist die Wasserversorgung mittels einer Druckerhöhungseinrichtung: Die Sprinklerzentrale liegt im Fuß des Fernsehturms. Sobald durch einen ausgelösten Sprinkler der Wasserdruck im System fällt, reagieren Druckschalter der Pumpendruckleitung in der Zentrale und steuern die Sprinklerpumpen an. Diese drei Gliederpumpen befördern das Löschwasser aus einem
17-Kubikmeter-Vorratsbehälter, der außerhalb des Turms als Erdtank ausgeführt ist, nach oben in den Turmkorb. Die maximale Förderhöhe liegt bei 200 Metern.
