Zukunftsindustrie Biokraftstoffe:
Minimax schützt AGRANA-Werk in Österreich
Die EU-Treibstoffrichtlinie erfordert die Beimischung von Bioethanol zum Benzin und sorgt für Aufwind in der Biokraftstoff-Branche. In Österreich werden bereits seit Oktober 2007 4,4 Prozent Bioethanol beigemischt, so sieht es der Gesetzgeber vor. Die AGRANA Gruppe reagierte mit der Grundsteinlegung für ein neues Bioethanol-Werk in Pischelsdorf bei Wien. Das 125-Millionen-Euro-Projekt wird im Frühjahr 2008 in Betrieb genommen und verfügt über eine Produktionskapazität von jährlich bis zu 240.000 Kubikmeter Bioethanol – hergestellt aus Getreide – und ist somit gut gewappnet für den steigenden Bedarf an Biokraftstoff.
Ebenso gut gewappnet ist das AGRANA-Werk mit den maßgeschneiderten Minimax Brandschutzlösungen der verschiedenen Prozessabläufe auf dem weitläufigen Gelände: Löschanlagen, Brandmeldeanlagen und Feuerlöscher bieten einen vielseitigen Rundumschutz.
„Kühlung“ ist bei diesem Projekt ein besonders wichtiges Stichwort, um das Brandrisiko durch Überhitzung zu vermeiden. So wurden die zwölf je 26 Meter hohen Getreidesilos sowie die sechs Vorlagebehälter und drei Vorrattanks mit Mantelkühlungen versehen. Das 28 Meter hohe Mühlengebäude ist mit einer Sprinkleranlage und die Bahn- und Lkw-Verladung mit einer Schaumlöschanlage brandgeschützt. Neben diesen fest installierten Brandschutzeinrichtungen sorgen auf dem Gelände 160 Feuerlöscher für den schnellen mobilen Einsatz im Brandfall.
Das Herzstück der Feuerlöschanlage bildet das Pumpenhaus mit drei Dieselpumpen und einer Hydrantenpumpe sowie das angeschlossene Wasservorratsbecken mit einem Nutzvolumen von 1942 Kubikmetern. Über diese Pumpenzentrale wird die als Ring verlegte Erdleitung DN300 gespeist, die eine Gesamtlänge von über 2000 Metern aufweist. Insgesamt fünf Unterverteilungen mit zusammen 49 Sprühflutstationen und einer Nassstation versorgen die einzelnen Löschbereiche.
Der umfangreiche Brandschutz des AGRANA-Werkes ist eine spezielle Herausforderung der österreichischen Minimax Tochtergesellschaft Minimax-Österreichische Feuerschutz-Ges.m.b.H., die dieses spannende Projekt begleitet. Ein durchgeführter Echtversuch der Feuerlöscheinrichtung am Ende der Bauzeit verlief positiv.